Durch Norwegen

10 Tage durch Norwegens Nationalpark Jotunheimen

Mit dem Rucksack, randvoll gefüllt mit Zelt, Kleidern und Essen, stieg ich in Wil in den Zug. Nach über 27 Stunden fahrt kam Oslo in Sicht, wo ich dann übernachtete. Am nächsten Tag gings mit dem Bus weitere 5 Stunden Richtung Norden. In Bygdin stieg ich aus, um mich dann auf die erste Etappe meiner Wanderung zu machen.

Die Wanderung (Route siehe unten)

Tag 1: Von Bygdin gings auf nach Westen. Zwischen dem Bygdin und Olevatn habe ich nach ein paar Stunden einen schönen Zeltplatz gefunden, wo ich mich noch von der Anreise erholen konnte.

Tag 2: Um nicht unnötige Höhenmeter zu machen, habe ich meinen eigenen Weg querfeldein gesucht und bin dabei auch auf eine Herde von mindestens 30 Rentieren gestossen. Nach einem Abstieg ins Tal und gegenüber wieder auf eine Hochebene, schlug ich mein Zelt an einem See auf.

Tag 3: Es ging runter ins Dorf Eidsbugarden, wo ich mich mit lokalem Essen stärken konnte. Wenig später brach ich wieder auf, um die nächste Steigung in Angriff zu nehmen und in Sichtweite eines Gletschers zu campieren. Hier beginnt der Nationalpark Jotunheimen.

Tag 4: Wegen Dauerregen und rutschigen Steinen kam ich nicht gut voran. Nebst durchnässten Wanderschuhen brachen auch noch meine Wanderstöcke entzwei. Mit Klebeband, welches ich glücklicherweise dabei hatte, wurden die Stöcke im Zelt „fachmännisch repariert“.   😀

Tag 5: Heute freue ich mich auf die Übernachtung in der warmen Unterkunft von Leirvassbu. An grossen Seen vorbei kam ich zügig voran. Nur wegen einem tiefen Fluss, den ich durchqueren sollte, musste ich meine Route etwas ändern. Am Abend konnte ich ein kühles dunkles Bier geniessen und tolle Leute kennenlernen! Gerne wäre ich hier noch länger geblieben, doch der Wetterbericht versprach für morgen einen sonnigen Tag, bevor es wieder mal regnen wird.

Tag 6-7: Schnell voran gehts durch ein Tal etwa 21km bis zur nächsten Hütte „Spiterstulen“. Dort kommen einige Touristen mit dem Auto oder Bus an, um auf den höchsten Berg Norwegens zu wandern. Ich jedoch Ruhe einen Tag aus, lese die eigens mitgeschleppten Bücher und lasse diese gleich für die nächsten Touristen in der Hüttenbibliothek.

Tag 8: Im Eiltempo möchte ich heute viele Kilometer zurücklegen. Nach einem kurzen Aufstieg gehts über eine Ebene, dann an einem Gletscher vorbei und nachher immer dem Gletscherfluss nach. Bei der nächsten Hütte marschiere ich vorbei und gehe nochmal 5km den Berg hoch, um auf der anderen Seite zu Zelten. Von dort habe ich einen wunderbaren Überblick auf grosse Gletscher, Felsen und Wiesen.

Tag 9-10: Heute geht’s bergab – jedenfalls mit den Höhenmetern. Mein heutiges Ziel ist Gjendesheim, was auch das Ende meiner Wanderung wäre. Etwas müde komme ich langsam voran und der Weg scheint endlos. Nicht lange bevor es dunkel wird, komme ich bei der Hütte an. Dort bleibe ich einen ganzen Tag und freue mich, dass auf dieser 117km langen Reise durch den Nationalpark Jotunheimen ohne grössere Probleme geklappt hat.

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